Logo: Radiologen Wirtschaftsforum
Newsletter abonnieren

Ausgabe 12/2025

Fortbildung/Technologie„KI-Modelle gehören in die Hände von Experten!“

28.11.2025
Ausgabe 12/2025
6 min. Lesedauer

Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Radiologie längst anerkannt, um die Patientenversorgung zu verbessern. Doch die große Zahl unterschiedlicher KI-Anwendungen kann verwirren oder sogar zu Irrtümern führen. Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) bietet daher als erste Fachgesellschaft eine Q1-Zusatzqualifizierung Künstliche Intelligenz an. Organisiert wird die Fortbildung von der AG Informationstechnologie (AGIT) der DRG. Deren Vorsitzender ist Prof. Dr. med. Matthias May, European Board of Interventional Radiology (EBIR), Leitender Oberarzt am Radiologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen. Im Gespräch mit Ursula Katthöfer (textwiese.com) schildert er zahlreiche Irrtümer, die in der Radiologie bei der Anwendung von KI-Modellen passieren können.

Leserforum GOÄLiquidation radiologischer Konsile und Zuweisungen

28.11.2025
Ausgabe 12/2025
2 min. Lesedauer

Frage:„Wir sind ein MVZ an einem Krankenhaus und verfügen über eine radiologische Abteilung. Wir bekommen regelmäßig aus einem anderen Krankenhaus Konsile bzw. Zuweisungen zum MRT, CT oder Röntgen. Die Leistungen, die wir dann erbringen, werden mit dem einfachen Satz nach GOÄ abgerechnet. Im Rahmen einer Anfrage durch die Finanzbuchhaltung des zuweisenden Krankenhauses klären wir derzeit, ob wir die Leistungen gemäß § 6a GOÄ (Gebühren bei stationärer Behandlung) um 15 Prozent mindern müssten. Wir bitten um Ihre Einschätzung, wie wir in dieser Konstellation korrekt abzurechnen haben.“

Digitalisierung/EBMFristverlängerung für ältere Heilberufsausweise

28.11.2025
Ausgabe 12/2025
2 min. Lesedauer

Ärztinnen und Ärzte dürfen die älteren elektronischen Heilberufsausweise (eHBA) und Praxisausweise (SMC B) auf Basis der sogenannten RSA-Verschlüsselung noch bis zum 30.06.2026 nutzen. Die Frist wurde damit um ein halbes Jahr verlängert. Das teilte die Gematik am 14.11.2025 mit (siehe iww.de/s14758). Laut KBV, die sich erleichtert zur Fristverlängerung äußerte, habe die Gematik damit auf anhaltende Produktions- und Lieferengpässe der Kartenhersteller reagiert. Diese dürfen nun die bestehenden eHBA bis zum 30.06.2026 nicht sperren. Danach können nur noch eHBA auf Basis der leistungsfähigeren und sichereren ECC-Verschlüsselung eingesetzt werden, um beispielsweise E-Rezepte zu signieren.

BerufsrechtFolgt aus Körperverletzung als Beziehungstat der Entzug der ärztlichen Approbation?

28.11.2025
Ausgabe 12/2025
4 min. Lesedauer

Wenn ein Arzt wegen Körperverletzung verurteilt wurde, weil er gegenüber seiner Lebensgefährtin mehrfach gewalttätig wurde, rechtfertigt diese strafrechtliche Verurteilung nicht den Entzug der ärztlichen Approbation. Denn eine reine Beziehungstat betrifft weder die ärztliche Berufsausübung noch das Arzt-Patienten-Verhältnis. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) München bricht mit der tradierten Vorstellung, dass für Ärzte höhere moralische Maßstäbe als für andere Freiberufler gelten. Radiologinnen und Radiologen mit Führungsverantwortung sind indes gut beraten, bei ihren nachgeordneten Ärzten darauf zu achten, dass vor allem das Arzt-Patienten-Verhältnis geschützt ist (Verwaltungsgerichtshof [VGH] München, Urteil vom 06.08.2024, Az. 21 B 23.726).

Steuerhinweis Prüfer fordert Mailverkehr zu Recht an – und was ist mit der Schweigepflicht?

28.11.2025
Ausgabe 12/2025
3 min. Lesedauer

Betriebsprüfer lassen sich oft die Eingangs- und Ausgangsrechnungen der Radiologie sowie die Jahresabschlussunterlagen vorlegen. In Zeiten voranschreitender Digitalisierung kommt es aber immer wieder vor, dass der Prüfer auch die Vorlage der E-Mail-Korrespondenz verlangt. Darf er das? Und wenn ja, was ist mit der ärztlichen Schweigepflicht? Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) gibt dazu Hinweise (Urteil vom 30.04.2025, Az. XI R 15/23).