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Ausgabe 9/2026

Prävention„Strukturiertes Lungenkrebsscreening senkt die Mortalität um mindestens 20 Prozent!“

31.08.2026
Ausgabe 9/2026
6 min. Lesedauer

Seit dem 01.04.2026 wird das Lungenkrebsscreening, das sich an aktive und an ehemalige starke Raucher richtet, gemäß EBM vergütet. Die AG Thoraxdiagnostik der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) bietet eine Zusatzqualifizierung zur Lungenkrebsfrüherkennung mit Niedrigdosis-Computertomografie (CT) an. Die Fortbildung basiert auf der Verordnung zur Lungenkrebsfrüherkennung (LuKrFrühErkV) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) vom 15.05.2024. Prof. Dr. med. Jens Vogel-Claussen ist Direktor der Klinik für Radiologie der Charité Universitätsmedizin Berlin und kooptiertes Mitglied im Vorstand der AG Thoraxdiagnostik der DRG. Ursula Katthöfer (textwiese.com) fragte ihn nach Einzelheiten zum Lungenkrebsscreening.

GesetzgebungGOÄ-Reformentwurf überarbeitet

31.08.2026
Ausgabe 9/2026
1 min. Lesedauer

Die Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) haben dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) eine weiterentwickelte Version des GOÄ-Reformentwurfs vorgelegt. Ausgangspunkt für die Aktualisierung waren Vorschläge der beteiligten ärztlichen Berufsverbände und Fachgesellschaften, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung von BÄK und PKV-Verband vom 31.07.2026 (siehe tinyurl.com/24fcwwhw).

VertragsarztrechtKeine persönlichen Gründe bei der Fortbildungspflicht vorgesehen

31.08.2026
Ausgabe 9/2026
3 min. Lesedauer

Die Pflicht zur kontinuierlichen ärztlichen Fortbildung gehört zu den zentralen Voraussetzungen für die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung. Diese Verpflichtung ist strikt an die gesetzlichen Fristen gebunden – selbst dann, wenn schwerwiegende persönliche Umstände dazu geführt haben, dass Fortbildungspunkte nicht rechtzeitig gesammelt werden konnten. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen hat in einem Beschluss erneut betont (Beschluss vom 18.12.2025, Az. L 11 KA 17/25 B ER).

PatientenaufklärungKann der Patient auf Aufklärung verzichten?

31.08.2026
Ausgabe 9/2026
2 min. Lesedauer

Jede Ärztin und jeder Arzt weiß, dass vor der Behandlung eine Einwilligung des Patienten einzuholen ist. Die Einwilligung ist nur wirksam, wenn zuvor eine ordnungsgemäße Aufklärung über Chancen, Risiken und gleichwertige Alternativen erfolgte. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main hat in einer Entscheidung ausführlich zu einem solchen Verzicht Stellung genommen (Urteil vom 22.10.2025, Az. 17 U 78/24).

ArbeitsrechtWann haben Angestellte Anspruch auf ein „Zwischenzeugnis“?

31.08.2026
Ausgabe 9/2026
2 min. Lesedauer

Wenn ein Mitarbeiter auf Sie zutritt und ein Zwischenzeugnis verlangt, sollten Sie ihn nicht vorschnell darauf verweisen, dass kein gesetzlicher Anspruch bestünde. Dieser Anspruch kann nämlich auch bestehen, wenn ein „triftiger Grund“ vorliegt. Wann dies der Fall ist, ergibt sich aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln (Urteil vom 04.03.2026, Az. 5 SLa 495/25).